Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Projektiver Test</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Projektiver_Test"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Projektiver_Test rootpage-Projektiver_Test skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Projektiver Test</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Projektive Tests</b> (auch <i>Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren</i> oder <i>Deutungstests</i>) sind eine Gruppe <a href="Psychologie" title="Psychologie">psychologischer</a> Untersuchungsmethoden, die meist anhand von auslegungsfähigem Bildmaterial (z.&nbsp;B. standardisierten Tintenklecksen beim <a href="Rorschachtest" title="Rorschachtest">Rorschachtest</a> mit der Frage: „Was könnte das sein?“) <a href="Projektion_(Psychoanalyse)" title="Projektion (Psychoanalyse)">Projektionen</a> des <a href="Proband" title="Proband">Probanden</a> abrufen, die dann Rückschlüsse über seine Persönlichkeit erlauben sollen. Dahinter steht der Gedanke, dass diese Projektionen von Einstellungen, <a href="Motiv_(Psychologie)" title="Motiv (Psychologie)">Motiven</a> und innersten Wünschen des Probanden beeinflusst sind und daher eine diagnostische Aussage zulassen. Diese Form der Interpretation nennt man Deutung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bekannte_projektive_Verfahren">Bekannte projektive Verfahren</h2></div>
<p>Neben dem <a href="Rorschach-Test" class="mw-redirect" title="Rorschach-Test">Rorschach-Test</a> gibt es andere bekannte und relativ häufig verwendete projektive <a href="Test" title="Test">Testverfahren</a>, z.&nbsp;B. <a href="Thematischer_Apperzeptionstest" class="mw-redirect" title="Thematischer Apperzeptionstest">Thematischer Apperzeptionstest</a> (TAT), hier werden Bilder von mehrdeutigen Situationen gezeigt, der Proband soll erzählen, was seiner Meinung nach geschieht. Hier gibt es mit dem Children’s Apperception Test (CAT) auch eine Version für Kinder.
</p><p>Der <a href="Wartegg-Zeichentest" title="Wartegg-Zeichentest">Wartegg-Zeichentest</a> ist ein weiteres häufig eingesetztes projektives Verfahren, in dem nach Testvorgabe ein Bild gezeichnet werden soll, ebenso der <a href="Baum-Test" title="Baum-Test">Baum-Test</a>.
</p><p>Besonders für die Arbeit mit Kindern ist <a href="Familie_in_Tieren" title="Familie in Tieren">Familie in Tieren</a> (FIT) geeignet. Das Kind wird aufgefordert, alle Familienmitglieder als Tiere zu malen. Eine andere Variante ist der Test Die verzauberte Familie. Beim <a href="Scenotest" title="Scenotest">Scenotest</a> soll das Kind eine Szenerie mit Puppen, Figuren und Bauteilen aufbauen. Beim <a href="Rosenzweig_PF" title="Rosenzweig PF">Rosenzweig PF</a> (Picture-Frustration-Test PFT), den es auch für Erwachsene gibt, soll das Kind zu Bildern, in denen Konfliktsituationen dargestellt sind, passende Antworten für die Sprechblasen der dort handelnden Personen erfinden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorteile_und_Kritik">Vorteile und Kritik</h2></div>
<p>Der Vorteil von projektiven Tests liegt unter anderem darin, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt, der <a href="Proband" title="Proband">Proband</a> ist also von dem Druck der „<a href="Soziale_Erw%C3%BCnschtheit" title="Soziale Erwünschtheit">sozialen Erwünschtheit</a>“ entlastet. Besonders bei der <a href="Testung" class="mw-redirect" title="Testung">Testung</a> von Kindern bedeutet dies, dass sie dem Anwender etwas mitteilen können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
</p><p>Gleichzeitig ist dies auch ihr größter Nachteil. Wenn nicht klar vorgegeben ist, was als richtig oder falsch bewertet wird, hängt die Qualität der Auswertung und damit die Qualität der Diagnose allein vom Auswerter ab (man spricht hier auch von niedriger <a href="Objektivit%C3%A4t_(Testtheorie)#Auswertungsobjektivität" title="Objektivität (Testtheorie)">Auswertungsobjektivität</a>). Auch die anderen wichtigen Gütekriterien eines psychologischen Tests (<a href="Reliabilit%C3%A4t" title="Reliabilität">Reliabilität</a>, <a href="Validit%C3%A4t" title="Validität">Validität</a>) fallen für projektive Verfahren weit schlechter aus als für objektive Tests. Für den Bereich beruflicher Motivation (Leistungs-, Macht- und Bindungsmotiv) gibt es aber inzwischen schon <a href="Psychometrie" title="Psychometrie">psychometrisch</a> deutlich verbesserte Verfahren, wie das Multi-Motiv-Gitter (MMG) und den <a href="Operanter_Motivtest" title="Operanter Motivtest">operanten Motiv-Test</a> (OMT) (beide in Sarges &amp; Wottawa, 2004).
</p><p>Es hat durchaus Berechtigung in der Auswertung klassischer projektiver Tests mehr eine Kunst als eine wissenschaftliche Methode zu sehen. Trotzdem finden projektive Testverfahren immer noch häufige Anwendung. In den USA ist 1993 die bislang jüngste Auflage des Rorschach-Tests erschienen. Die fehlende bzw. eingeschränkte Möglichkeit, projektive Verfahren zu standardisieren, gilt aber im Prinzip auch für das häufigste psychologische Erhebungsmittel, die biographische <a href="Anamnese" title="Anamnese">Anamnese</a>.
</p><p>Es gibt daher gute Gründe für die Annahme, dass die Verletzungen der <a href="Testg%C3%BCtekriterium" class="mw-redirect" title="Testgütekriterium">Testgütekriterien</a> (Objektivität, Reliabilität, Validität) nicht immer als Zeichen für die Unbrauchbarkeit eines Tests verstanden werden müssen. Dies ist exemplarisch für den <a href="Thematischer_Apperzeptionstest" class="mw-redirect" title="Thematischer Apperzeptionstest">Thematischen Apperzeptionstest</a> nachlesbar.
</p><p>Die Kritiken an den projektiven Tests werden durch den <a href="Mehrdimensionaler_Zeichentest" title="Mehrdimensionaler Zeichentest">Mehrdimensionalen Zeichentest</a> relativiert, der die strukturelle und thematische Projektion im Rahmen der Auswertung trennt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>M. Amelang &amp; L. Schmidt-Atzert: <i>Psychologische Diagnostik und Intervention</i>. Springer, Heidelberg, 2006, ISBN 3-540-28462-1.</li>
<li>G. Holznagel: <i>Projektive Arbeitsmittel in der Psychotherapie</i>. In: FORUM für Kunsttherapie, 1/2013, Zeitschrift des Fachverbandes GPK / Aarburg/Schweiz, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221018-4090%22&amp;key=cql">1018-4090</a></span></span></li>
<li>W. Sarges &amp; H. Wottawa (Hrsg.): <i>Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren. Bd. 1: personalpsychologische Instrumente</i>. Lengerich: Pabst, 2004, ISBN 3-935357-55-9</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-07-28" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Projektiver_Test&amp;oldid=258352723">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>